Erbsensprosse als Monsterchen

Erbsensprossen – immer für eine Zugabe gut

Was ist süßlich, knackig und schmeckt intensiv nach frischen Erbsen? Natürlich die Erbsensprossen.

Diese ertragreichen kleinen Pflänzchen dürfen auf keinen Fall in meinem Indoorgarten fehlen.

Sie sind ein gesundes Superfood von der Fensterbank, lassen sich mit wenig Platz anbauen und sind unglaublich vielseitig.  Egal, ob auf dem Salat, im Sandwich, auf dem Brot, in einer Bowl, als frisches Extra zu einer Mahlzeit oder einfach nur so als grüne Nascherei zwischendurch.

Das Beste daran: Sie selbst anzubauen ist sehr einfach, man kann sogar fast sagen mit Gelinggarantie.

Und hier kommt die Methode, mit der ich die besten Ergebnisse erzielt hab:

Was man braucht:

Auf jeden Fall braucht man das richtige Saatgut! Hier solltest du nicht einfach irgendeine Packung Erbsen verwenden, sondern Saatgut, das ausdrücklich für das Keimen geeignet ist. Geeignetes Saatgut findet man beispielsweise hier: https://amzn.to/47etDpd

Das ist bei Sprossen besonders wichtig, weil beim Keimen Bedingungen entstehen, unter denen sich nicht nur Pflanzen, sondern unter ungünstigen Umständen auch Mikroorganismen vermehren können. Desweiteren braucht man:

  • Schalen zur Anzucht – hier eignen sich auch Auflaufformen oder andere Gefäße, die einen Rand von mindestens 5 cm haben – z.B. auch leere Plastikschalen, in denen Obst/Gemüse/Pilze abgepackt waren.
  • Anzuchterde, am besten torffrei.
  • Küchenpapier

Vorgehen:

  1. Erbsen etwa 6-8 Stunden einweichen. (Es empfiehlt sich, für alle Prozesse beim Sprossenanbau gutes Wasser zu verwenden. Darum benutze ich bei mir einen Wasserfilter wie diesen: https://amzn.to/3YSKjhS *)
  2. Zeitgleich Anzuchterde in einen Frischhaltebeutel geben und gut wässern. Die Erde soll gut durchfeuchtet, aber nicht pitschenass sein.
  3. Nach der Einweichzeit: etwa 3 cm Anzuchterde in Schale füllen, Keimsaat auflegen
  4. Mit feuchtem Küchenpapier bedecken
  5. Für 4 Tage dunkel stellen, z.B. in einen Schrank oder an einen anderen dunklen Ort und dort ruhen lassen.
  6. Nach den 4 Tagen sind die Erbsen schon gekeimt. Nun kann man sie ins Fenster stellen, jeden Tag wässern und die Schale einmal täglich drehen, damit die Pflänzchen gerade wachsen.

Bei den Erbsen macht es auch nichts aus, wenn man sie etwas länger wachsen lässt und dann die jungen grünen Triebe als Microgreens erntet. Und das Allerbeste: Hat man die Erbsen abgeerntet, wachsen sie noch ein- bis zweimal nach. So hat man an einer Aussaat mehrmals Freude und Genuss!

Warum Erbsensprossen so gut in den Fensterbankgarten passen

Indoor-Gärtnern muss nicht kompliziert sein. Das ist eine meiner Lieblingsbotschaften.

Du kannst also ganz klein anfangen.

  • Ein Topf mit Kräutern
  • Ein Glas mit Sprossen
  • Eine Schale mit Microgreens

Und schon hast du deine erste kleine Ernte. Genauso habe ich auch angefangen.

Der Sprossen- und Microgreen – Anbau hat dabei den großen Vorteil, dass du ihn in kurzer Zeit an deine Bedürfnisse anpassen kannst: Gehst du auf Reisen – dann werden eben keine Keime angesetzt. Erwartest du Besuch sind ruck zuck ein paar Schalen oder Sprossengläser mehr hingestellt und sorgen für kulinarischen Genuss und eine schöne Optik auf dem Essensteller.

Genau deshalb sind Sprossen und Microgreens für den Indoor-Garten so interessant. Das Bundeszentrum für Ernährung bezeichnet sie als unkomplizierte Möglichkeit, auch auf der Fensterbank frisches Grün anzubauen. (Bundeszentrum für Ernährung)

Erbsensprossen schmecken nach Erbsen. Nur besser?

Jetzt kommen wir zu dem Punkt, der mich persönlich besonders begeistert.

Wenn du einmal eine frisch geerntete Hand voll Erbsentriebe probiert hast, wirst du sie zu schätzen wissen. Sie schmecken nicht nur angenehm intensiv, frisch und gleichzeitig leicht süßlich, sondern haben auch noch eine knackige, saftige Konsistenz.

Außerdem bringen sie dieses wunderbare Gefühl von „gerade eben geerntet“ auf den Teller.

Das ist übrigens etwas, das ich am Fensterbankgarten generell liebe: Du musst nicht erst zum Supermarkt fahren, sondern gehst in deine Küche und schneidest dir einfach ein paar junge Triebe ab. Frischer geht es nicht!

Gesundes Superfood von der Fensterbank

Dabei sehen die Erbsensprossen nicht nur hübsch aus, sondern liefern auch eine ganze Reihe interessanter Nährstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe.

Eine wissenschaftliche Untersuchung zu Erbsentrieben fand unter anderem einen sehr hohen Wasseranteil, einen niedrigen Fettgehalt und einen nennenswerten Ballaststoffanteil. Außerdem wurden hohe Gehalte an Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A sowie verschiedene Carotinoide und Flavonoide festgestellt. (ScienceDirect)

Du musst also keine exotischen Superfoods mit weiten Transportwegen kaufen, sondern kannst es direkt vor deiner Nase auf der eigenen Fensterbank ziehen.

Kalorienarm, gehaltvoll, wenig Fett und Ballaststoffe

Es gibt noch einen weiteren Vorteil: Eine wissenschaftliche Analyse von Erbsentrieben ermittelte etwa 24 kcal pro 100 Gramm Frischgewicht und nur rund 0,3 Gramm Fett. Gleichzeitig wurden etwa 2 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm festgestellt. (ScienceDirect) Diese Ballaststoffe sind wichtig für eine normale Verdauungsfunktion.

Und dann sind da noch viele weitere Inhaltsstoffe, die wichtige Funktionen im menschlichen Körper erfüllen. Neben Chlorophyll sind unter anderem noch Vitamine und Pflanzenstoffe enthalten, wie Vitamin C und Vitamin A, Vitamin K, Folat, Kalium und verschiedene antioxidativ relevante Pflanzenstoffe. (ScienceDirect

Auf die Weise bringen Erbsensprossen und -microgreens neben Volumen und gutem Geschmack auch wertvolle Nährstoffe auf den Teller, ohne die Mahlzeit mit großen Mengen Fett oder Energie zu belasten.

Zusammenfassend kann man zur Erbse also einfach sagen: Kleine Pflanze, große Freude

Eine Pflanze, die sich fast nebenbei anbauen lässt, gut schmeckt, mehrmals beerntet werden kann und dabei auch noch hübsch aussieht, hat eigentlich alles richtig gemacht.

Leicht geerntet findet sie ihren Platz sowohl im Salat, als auch auf dem Brot, in der Bowl oder einfach nur so als Snack zwischendurch. So ist eine Mahlzeit schnell aufgepeppt und um eine frische, knackige und selbst gezogene Zutat reicher.

Das Beste daran: dafür braucht es ein kleines Plätzchen auf der Fensterbank, ein paar Tage Zeit und ein bisschen Pflege. Wenn deine Erbsensprossen dann anfangen zu wachsen, gibt es nur noch ein Problem: Du musst aufpassen, dass du sie nicht schon vor der Ernte wegknabberst.

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