Sie sehen zwar harmlos und fast niedlich aus, aber sie sind wie die Scharfzahn – Monster unter den Sprossen. Ihr Geschmack wird dich umhauen, denn obwohl sie so winzig und zart sind, haben sie einen typisch scharfen Geschmack, fast so wie ein ausgewachsenes Radieschen.
Wie Broccoli, Kohl oder Senf stammen Radieschen aus der Familie der Kreuzblütengewächse und sind dem Rettich sehr ähnlich, denn auch sie enthalten ätherische Senföle. Diesen Senfglykosiden sagt man eine entzündungshemmende und sogar krebsvorbeugende Wirkung nach. Senföle haben außerdem einen positiven Einfluss auf die Verdauung, so dass man sie gerne verwendet, um den Stoffwechsel anzuregen. Und nicht nur das: Untersuchungen haben ergeben, dass der Verzehr von Kreuzblütengewächsen einen positiven Einfluss auf Typ2 Diabetes haben kann. (Consumption of citrus and cruciferous vegetables with incident type 2 diabetes mellitus based on a meta-analysis of prospective study – PubMed)
Aber Radieschensprossen haben sich auch als Zusatz in Mischungen mit anderen Keimlingen bewährt, denn mit ihren ätherischen Ölen können sie die Bildung von Schimmel verhindern. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass Einweich- und Keimzeit der anderen Samen gut zu den Radieschensamen passen.
Bei all diesen Vorteilen bringen sie ausserdem noch eine Menge an Nährstoffen und Vitaminen mit, wie Eisen, Kalium, Kalzium, Zink, Folsäure, Vitamin C, B6 und K. Zudem haben sie einen hohen Eiweissgehalt und ist damit ein echter Energiekick.
Radieschensprossen anziehen – einfach und schnell
Die Anzucht ist unkompliziert und auch für absolute Sprossen – Neulinge gut geeignet. (Falls dafür noch Sprossengläser benötigt werden: die findet man hier: https://amzn.to/4q4EHx8 *)
Da auch Radieschensamen Nitrat aus Düngemittel speichern können sollte ausschließlich gutes Bio-Saatgut verwendet werden. Außerdem empfehle ich die Verwendung von aktivkohlegefiltertem Wasser. (Einen entsprechenden Filter findet man hier: https://amzn.to/3YSKjhS *). Generell ist es aber auch mit Leitungswasser möglich.
- Die Samen für etwa 6 – 12 Stunden einweichen
- Wasser abgießen, Samen durchspülen und Sprossenglas so positionieren, dass überschüssiges Wasser abfließen kann und sich keine Staunässe bildet
- Das Saatgut 2x täglich gut durchspülen
- Nach 3-5 Tagen können die Sprossen geerntet werden
Insbesondere Radieschensprossen können kleine Faserwurzeln ausbilden. Es ist möglich, dass man sie fälschlicherweise für Schimmel hält, also bitte die Sprossen genau prüfen, um was es sich handelt.
Wissen to go zu Radieschensprossen:
Sie sind frech, unverwechselbar, gehaltvoll, scharf und sind nichts für langweilige Gemüter. Man kann sie fast zu allem essen – zu Brot und Aufstrichen, Salaten und Bowls, Suppen- und Pfannengerichten, Dips und Wraps und vielem mehr!
Darum gibt es hier auch kein spezielles Rezept – es gilt, diese Sprossenninjas einfach auszuprobieren und dann stellt man fest – sie geben den Gerichten den extra – Kick an Schärfe und Energie!
Fazit: Radieschensprossen sind zwar klein, aber unverzichtbar!
Radieschensprossen beweisen eindrucksvoll, dass Größe oft unterschätzt wird. Klein und zart sehen sie zwar aus – aber was in ihnen steckt stellt man erst fest, wenn man sie isst. Sie wachsen schnell, können in vielen Gerichten eingesetzt werden und liefern wertvolle Nährstoffe in konzentrierter Form. Dazu sagt man ihnen nach, dass sie antibakteriell, antiviral, ja sogar entgiftend sind und zudem eine schleimlösende Wirkung in den Atemwegen haben.
Egal ob als Schärfekick im Salat, auf Brot oder Mixpartner im Keimglas: Radieschensprossen gehen immer und sind definitiv nichts für Langweiler.
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